Vita

Ich wurde als drittes von fünf Kindern in Kiel geboren und kam mit drei Jahren nach Heidelberg, wo mein Vater als Arzt an die Kinderklinik berufen worden war.Die Kriegsjahre verbrachten wir in Heidelberg und teilweise in Aschau im Chiemgau im großväterlichen Haus.

Das Malen und Zeichnen war schon als Kind meine Lieblingsbeschäftigung. Außerdem faszinierten mich Farben, egal ob in Stoffen, Papieren oder Garnen.

Mein Vater verließ uns 1946 um als Wissenschaftler in die USA zu gehen und dort eine neue Familie zu gründen.

Nach dem Besuch des Gymnasiums begann ich mich auf meinen Wunschberuf  als Modezeichnerin mit einer Schneiderlehre vorzubereiten, die ich nach eineinhalb Jahren beendete. Anschließend reiste ich als Mannequin ein Jahr lang für die Weinheimer Firma Freudenberg durch Deutschland, Oberitalien und die Schweiz. In dieser Zeit lernte ich meinen Mann Christoph Wassmann kennen und anstatt einer Ausbildung auf der  Modeschule gab es 1959 eine Hochzeit in Heidelberg. Es folgte ein Jahr in  USA, wo mein Mann Baumwolle für die väterliche Firma in Bremen einkaufte. Dort erstand ich die ersten Ölfarben und begann meine Freundinnen zu portraitieren. Ich wundere mich noch heute, daß es ganz gut gelang.

Im Frühjahr 1960 gingen wir nach Bremen zurück und erlebten das langsame  Ende der väterlichen Firma meines Mannes.

Ab 1965 arbeiteten mein  Mann und ich für die BASF in Ludwigshafen bis er 1968 in die Türkei, nach Istanbul versetzt wurde und ich mich dort erneut  der Malerei widmen konnte. Ich richtete mir ein Atelier ein und es entstanden Portraits,  Landschaften und die ersten phantastischen Bilder.

Während eines Aufenthalts in Wien besuchte ich das “ Museum des Zwanzigsten Jahrhunderts“. Dort hängt ein Bild des belgischen Malers Renée Magritte. Es zeigt einen schattenrißhaften Laubbaum, der die ganze Bildfläche einnimmt, vor einem nachtblauen Himmel. Im Stamm öffnen sich zwei übereinanderliegende Türen mit Kammern. Der eine Raum beherbergt eine Kugel,  der andere ein zweistöckiges Haus mit erleuchteten Fenstern. Das Geheimnisvolle und Absurde faszinierte mich und wurde wegweisend für meine Malerei.

Unser neues Domizil wurde ab 1972 für 5 Jahre Ludwigshafen. In dieser Zeit besuchte ich ein Jahr lang die Kunstakademie in Mannheim und wurde Mitglied im BBK (Bezirksverband Bildender Künstler), und in der Künstlervereinigung “Der Anker“. Später lernte ich in Heidelberg meinen Lehrer Hans Joachim Geißler- Kasmekat kennen. Mit ihm und 6 weiteren Kollegen, die sich alle dem Phantastischen Realismus verschrieben hatten, gründeten wir 1985 den “Heidelberger Malerkreis“, eine Ausstellungsgemeinschaft, die uns ermöglichte 11 große Ausstellungen zu veranstalten.

Auch meine Zusammenarbeit mit Horst Stern, der mir für das Umweltmagazin “NATUR“ 7 Titelbild-Aufträge gab, finde ich für meinen Lebenslauf erwähnenswer.

Die Arbeit an diesen Bildern haben mich gezwungen, mich mit der Darstellung von Tieren zu befassen, was eine neue Herausforderung für mich war, und sicher auch einen nachträglichen Einfluß auf eine meiner wichtigsten Arbeiten – den “Franziskus-Altar“ – ausübte.

Seit 1978 lebe und arbeite ich in Heidelberg.